
Das erste Quartal ist vorbei! D.h. erst eine Woche Ferien, dann wieder drei Monate Kurs, aber mit einer neuen Lehrerin und mit neuen Mitschülern. Ursprünlich wollte unsere Klasse zum Abschluss zusammen Karaoke singen gehen. Dafür haben wir sogar schon im Unterricht fleißig chinesische Lieder geübt. Doch wegen der allseits bekannten Finanzkrise, sieht es bei meinen Mitschülern finanziell recht düster aus. Unser Engländer z.B. hat ein tägliches Budget von umgerechnet ca. 5 Euro. Wenn man bedenkt, dass er seinen gesamten Lebensunterhalt von diesen 5 Euro bezahlt (ausgenommen Miete), ist das wirklich wenig. So sehe ich zu, wie meine Mitschüler von Tag zu Tag dünner werden. Karaoke ist in dieser Situation viel zu teuer! Vier Stunden KTV kosten etwa 9 Euro. Also was tun?! Sich einfach so auflösen?!
Nun, angesichts dessen, dass ich durch mein Stipendium etwa doppelt so viel verdiene, wie meine Lehrerin, und dass ich auf jeden Fall das Quartal mit einem krönenden Abschluss beenden wollte, habe ich dann meine ganze Klasse zu mir nach Hause zum Essen eingeladen. Und da ich schon mal am Kochen bin, lud ich meine Mitbewohner gleich dazu. ;-) Somit stand fest: am 21.11.2008 ab 19 Uhr - 3 Gänge Dinner bei Ina für 9 Personen.
Für mich ging nun die Denkarbeit los. Was in aller Welt kochen?! Normalerweise wäre so ein Abendessen ja kein Problem. Doch bei unserer Klasse war das wirklich kompliziert. So kann unser Engländer weder jegliche Michprodukte noch Kartoffeln essen. Unser koreanischer Mönch darf nur Vegetarisch essen, d.h. hier in Asien darf er auch keine Zwiebeln und kein Knoblauch essen. Meine Mitbewohnerin mag keine Auberginen und meine Lehrerin will kein Lauch. Was bleibt da bitteschön noch übrig?!
Zur Recherche habe ich einige Abende in diversen Supermärkten verbracht. Ich wollte auf jeden Fall westliches Essen kochen. Doch d.h. dass ich viele Zutaten nur in exklusiven Supermärkten bekomme - und das ist teuer. Nun gut, nach langem hin und her stand dann letztendlich mein Menü fest:
Vorspeise: Gemüsesuppe
Hauptspeise: Nudeln mit Gemüsetomatensauce und gebratenen Auberginen (optional)
Nachspeise: Kirsch-Zitronen-Kuchen aus Vollkornmehl
Ein Tag zuvor hat mir unser koreanischer Mönch jedoch mitgeteilt, dass er bereits am selben Tag abfliegen werde und daher am Freitag nicht kommen kann. Somit kam in die Gemüsetomatensause noch Hackfleisch rein.
Donnerstag ging die Vorbereitung los. Einkaufen, Suppe, Sauce und Kuchen vorkochen/backen. Zwischendurch noch Zeit finden, mich auf meinen Abschlusstest vorzubereiten. Überhaupt war ich schon durch das Quartal total geschlaucht. Mein Kopf war überladen mit Vokabeln und diverser Grammatik. Und dann noch die Druck, gut im Test abschneiden zu wollen und gut zu kochen. Ich muss sagen, ich war fix und fertig! Nachdem dann auch der letzte Gang zur Zufriedenheit aller serviert war, war ich so erleichtert, dass ich keinen vollständigen Satz mehr zusammenbrachte. Mein Gehirn hatte sich vollständig in einen Standby-modus verabschiedet. Zum Glück hatte ich noch meine Mitbewohner, die die Gastgeberrolle übernahmen und meine Mitschüler unterhielten.
Im Großen und Ganzen war es dann ein äußerst gelungener Abend! Mein Abschlusstest war super, das Essen war köstlich und wir hatten alle sehr viel Spaß. Jetzt, wo seit dem Abend eine Woche vergangen ist, kann ich mich eigentlich auch nur an die schönen Momente erinnern und habe das Gefühl, naja, so stressig wars dann ja auch nicht. Ganz ehrlich - ich denke die Erinnerung trügt. Aber so ist das nun einmal, die schönen Erinnerungen bleiben und alles andere verblasst mit der Zeit. Mein Fazit von diesem Abend also: Für schöne Momente im Leben ist es definitig Wert, große Mühen und Anstrengungen auf sich zu laden.
Nun, angesichts dessen, dass ich durch mein Stipendium etwa doppelt so viel verdiene, wie meine Lehrerin, und dass ich auf jeden Fall das Quartal mit einem krönenden Abschluss beenden wollte, habe ich dann meine ganze Klasse zu mir nach Hause zum Essen eingeladen. Und da ich schon mal am Kochen bin, lud ich meine Mitbewohner gleich dazu. ;-) Somit stand fest: am 21.11.2008 ab 19 Uhr - 3 Gänge Dinner bei Ina für 9 Personen.
Für mich ging nun die Denkarbeit los. Was in aller Welt kochen?! Normalerweise wäre so ein Abendessen ja kein Problem. Doch bei unserer Klasse war das wirklich kompliziert. So kann unser Engländer weder jegliche Michprodukte noch Kartoffeln essen. Unser koreanischer Mönch darf nur Vegetarisch essen, d.h. hier in Asien darf er auch keine Zwiebeln und kein Knoblauch essen. Meine Mitbewohnerin mag keine Auberginen und meine Lehrerin will kein Lauch. Was bleibt da bitteschön noch übrig?!
Zur Recherche habe ich einige Abende in diversen Supermärkten verbracht. Ich wollte auf jeden Fall westliches Essen kochen. Doch d.h. dass ich viele Zutaten nur in exklusiven Supermärkten bekomme - und das ist teuer. Nun gut, nach langem hin und her stand dann letztendlich mein Menü fest:
Vorspeise: Gemüsesuppe
Hauptspeise: Nudeln mit Gemüsetomatensauce und gebratenen Auberginen (optional)
Nachspeise: Kirsch-Zitronen-Kuchen aus Vollkornmehl
Ein Tag zuvor hat mir unser koreanischer Mönch jedoch mitgeteilt, dass er bereits am selben Tag abfliegen werde und daher am Freitag nicht kommen kann. Somit kam in die Gemüsetomatensause noch Hackfleisch rein.
Donnerstag ging die Vorbereitung los. Einkaufen, Suppe, Sauce und Kuchen vorkochen/backen. Zwischendurch noch Zeit finden, mich auf meinen Abschlusstest vorzubereiten. Überhaupt war ich schon durch das Quartal total geschlaucht. Mein Kopf war überladen mit Vokabeln und diverser Grammatik. Und dann noch die Druck, gut im Test abschneiden zu wollen und gut zu kochen. Ich muss sagen, ich war fix und fertig! Nachdem dann auch der letzte Gang zur Zufriedenheit aller serviert war, war ich so erleichtert, dass ich keinen vollständigen Satz mehr zusammenbrachte. Mein Gehirn hatte sich vollständig in einen Standby-modus verabschiedet. Zum Glück hatte ich noch meine Mitbewohner, die die Gastgeberrolle übernahmen und meine Mitschüler unterhielten.
Im Großen und Ganzen war es dann ein äußerst gelungener Abend! Mein Abschlusstest war super, das Essen war köstlich und wir hatten alle sehr viel Spaß. Jetzt, wo seit dem Abend eine Woche vergangen ist, kann ich mich eigentlich auch nur an die schönen Momente erinnern und habe das Gefühl, naja, so stressig wars dann ja auch nicht. Ganz ehrlich - ich denke die Erinnerung trügt. Aber so ist das nun einmal, die schönen Erinnerungen bleiben und alles andere verblasst mit der Zeit. Mein Fazit von diesem Abend also: Für schöne Momente im Leben ist es definitig Wert, große Mühen und Anstrengungen auf sich zu laden.

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