Sonntag, 26. Oktober 2008

Jade market

Lernen, lernen, lernen.... das ist alles was ich tu' in letzter Zeit. Und ich muss sagen, es macht auch ein bisschen süchtig. Daher bin ich jedes Mal froh, wenn mich Freunde vom Schreibtisch zerren und mit mir zusammen was unternehmen.



Heute war ich mit A-Zheng (mein 2,13 m Klassenkamerad) im Taipeier Jade Markt. Ja Jade ist sehr beliebt hier in China, weil es nach längerem Tragen die Farbe wechselt. Die Leute hier meinen, dass der Stein sich dem Träger anpasst, weil die Farbe bei jedem anders ist. Dieser Markt befindet sich unter einer Autobahnbrücke und man findet alle möglichen Artikel, die mit Jade oder anderen Kristallen zu tun haben. Außerdem auch alle möglichen Teesets, chinesische Tuschebilder, etc. pp. Für Grusch-Liebhaber wirklich ein Paradies!!


V.a. mit A-Zheng hinzugehen hat wirklich sehr viel Spaß gemacht, denn jeder, wirklich jeder Taiwanese staunt (und das nicht leise), gafft und erstarrt in Erfurcht, wenn er vorbeiläuft. Es ist wirklich teilweise zum Schreien lustig, die Leute zu beobachten, wie sie mit offenem Mund zu ihm hinaufschauen und man in ihren Augen lesen kann, wie klein sie sich gerade fühlen. Oder die Leute, die zwar wissen, dass es unhöflich ist, jemanden anzugaffen, es aber trotzdem nicht lassen können mit sich ringen nicht (zu offensichtlich) hinzuschauen.


Außerdem hat mich A-Zheng auch mal sein Motorroller fahren lassen. Zunächst wars ganz schön einschüchternd, aber nach einer Weile hab ich's echt genossen. Wirklich toll, wenn einem der Fahrtwind entgegenbläst! Und es ist so einfach!! Kann mir gut vorstellen, dass es wunderschön wäre mit so einem Motorroller eine Taiwan-Rundfahrt zu unternehmen! Vielleicht mach ich das nächstes Jahr mal...



Donnerstag, 23. Oktober 2008

Deutsche Sprache, schwere Sprache....

Leute, es passiert schon wieder! Langsam aber sicher verlerne ich die deutsche Sprache.

Nachdem ich mit 16 zehn Monate in den USA verbrachte hatte, konnte ich auch kein Deutsch mehr sprechen. Natürlich konnte ich damals alles verstehen, was meine Mitmenschen mir in meiner Muttersprache erzählten, aber meine aktiver Wortschatz war weg. Habe etwa ein, zwei Monate gebraucht, um wieder ohne Probleme fließend Deutsch zu reden.

Und nun passiert es schon wieder!! Habe echt Probleme mit meinem Mitbewohner eine rein deutsche Konversation zu führen. Auch das Blog-Schreiben fällt mir zunehmends schwerer. Japanisch ist dagegen überhaupt kein Problem, denn die Schüler unserer Sprachschule sind zu 80% aus Japan. Deutsch hingegen benutze ich kaum.

Wie kann das bloß sein, dass man seine Muttersprache derart schnell verlernt?!?!

Sonntag, 19. Oktober 2008

Crazy, crazy, crazy!!

Vor einiger Zeit hat mich ein japanischer Bekannter zu seinem "Japaner-Club" eingeladen. Jede Woche Samstag treffen sich eine handvoll Taiwanesen in einem Café um sich auf Japanisch zu unterhalten. Also, habe ich letzten Samstag auch mal vorbeigeschaut. Doch diese nichtsahnende Naivität meinerseits sollte sich bald als ein einprägsames Erlebnis entpuppen.

Schon der Erste, der sich mir vorgestellt hatte, war ein kleiner Klops, mit Sonnenbrille (die er seltsamer Weise nie abnahm). Obwohl erst 25 Jahre alt, sah er aus wie 45. Sein Job: eine Festanstellung als Übersetzer von japanischen Pornofilmen, wie er mir stolz offenbarte.

Nachdem mit der Klops etwa eine Dreiviertelstunde über Gott und die Welt zugetextet hatte, kam ein kleiner schmächtiger "Mann", der aussah wie 14, aber eigentlich schon 29 ist dazu. Abgesehen davon, dass er wirklich sehr zierlich gebaut war (ich neben ihm sah aus, als wäre ich zweimal so breit), sah er auf den ersten Blick eigentlich normal aus. Doch nach einiger Zeit entdeckte ich, dass er super lange Fingernägel hatte, die er in einem mintgrün - weißem Schachbrettmuster und goldenen Glitzersteinchen verziert hatte. Ist das für taiwanesische Männer normal?! Ich denke nicht....

Dann kamen zwei Mädels. Die eine eine wirklich hübsche, die sich im Gespräch aber als "super- Luxus-Liebhaberin" entpuppte. Zitat: "Also, Hotels müssen schon MINDESTENS 5 Sterne haben. Jaja, 5 Sterne MINDESTENS"- Zitat Ende.

Das andere Mädchen war ein Musterbeispiel für ein japanisches "Girl" (im Japanischen "Gyaru" ausgesprochen). Von oben bis unten behangen mit allerlei unechten Chanel-Accessoires, mini Shortpants, Blümchen im Haar, viel Make-up und aufgeklebte 3D Fingermaniküre. Alles in einer rosa-rot Kombi. Für die, die nicht wissen, was 3D Fingernägel sind, s. Foto. Vom IQ her muss ich leider sagen, entsprach sie etwa einem 5 jährigen Mädchen - wobei ich vermute, dass das zu ihrem Konzept gehört - sie sich also extra als "kleines Dummerchen" insziniert".



















Somit war die Gruppe komplett und man unterhielt sich die meiste Zeit über die neuesten Mangas (japanische Comics) und Animes (japanische Cartoons), wo ich natürlich nicht mitreden konnte, denn ich bin überhaupt nicht auf dem neuesten Stand. Im Großen und Ganzen fühlte ich mich wirklich fehl am Platz. Überhaupt fühlte ich mich nach einiger Zeit, als wäre ich selbst in irgendeinem schrägen Comic gelandet. Wirklich schade, dass ich nicht gut zeichnen kann. Ich könnte hier Bücher füllen!!

Dasselbe Phänomen habe ich übrigens schon mal erlebt. Und zwar in Bochum, als ich meinen Intensivkurs Chinesisch gemacht hab. Damals fand parallel gerade auch der Intensivkurs Japanisch statt. Und die Teilnehmer dort waren in etwa auch alle "Otaku"s. Otakus sind Leute, die sich den ganzen Tag mit Comics und Animes beschäftigen und sich eine eigene Welt schaffen, indem sie u.a. sich so anziehen und schminken wie ihre Comichelden und somit im Grunde den Kontakt zur eigentlichen Realität verlieren. Tja, China schnappt sich in langer Sicht wohl alle klugen und reichen Leute und Japan kriegt nur die "Crazy people" ab. Wie lang das wohl noch gut geht?!

Samstag, 18. Oktober 2008

Neue Mobilität

























Haha~ endlich hab ich ein Fahrrad!! *juhu!* Ein schönes rotes neues Fahrrad!! Und ich muss sagen, in Taipei ein Fahrrad zu haben ist super praktisch! Hier gibts keine Berge, man sieht endlich mal was von der Umgebung und da die Stadt so kompakt ist, kommt man auch überall relativ schnell hin. Außerdem ist das ein wunderbares Workout nebenbei ;-)

Da ich auch relativ sicher fahren möchte habe ich auch gleich ein Vorder- und Rücklicht und eine Klingel gekauft, was das ganze "Kaufe ein billiges Fahrrad"-Unternehmen wieder etwas teurer gemacht hat.... Naja mit einem hübschen Korb noch als zusätzliches Schmankerl hat das ganze etwa 60 € gekostet.

99% aller Taiwanesen fahren ohne Licht. Was bei Nacht meiner Meinung nach echt gefährlich ist. Denn man erkennt die Fahrer kaum. Außerdem war die Klingel auch eine eher Fehlinvestition meinerseits, denn egal wie laut und penetrant ich auch klingel, die Passanten vor mir nehmen überhuapt keine Notiz davon.

Das bestärkt meine Theorie, dass Taiwanesen taub sind. Denn letztes Mal war ich zum ersten Mal im Kino. "Cape No. 7" ist hier grad der "Renner". Um diesen Film jedoch 100%ig verstehen zu können muss man nicht nur Chinesisch und Taiwanesisch, sondern auch Japanisch beherrschen. Sehr interessant. Doch worauf ich hinaus will, in diesem winzigen Kinosaal haben die die Lautstärke dermaßen aufgedreht, sodass ich mit Tempotaschentücher in den Ohren immer noch Ohrenschmerzen bekam. Doch die anderen Gäste hat das offensichtlich nicht gestört.

Nun gut. Zurück zum Fahrrad. Fahrradhelme habe ich hier noch nirgendswo entdeckt. Ich habe auch noch keinen gesehen, der einen Helm trägt. Muss auch ehrlich sagen, so verrückt wie die Taxen, Busse und Motorroller hier fahren, bringt ein Helm im Ernstfall auch nichts.... Somit hat sich für mich dieses Thema erledigt.

Shopping Time!!

Letzte Woche Sonntag war ich mit den Mädels aus JiouFen shoppen! In Taipei haben zur Zeit nämlich viele große Departmentstores Jubiläumsrabatte. Und da es in Taiwan im Winter sehr kalt ist und nebenbei auch noch viel regnet, habe ich mir diese tollen Stiefel aus Echtleder geleistet. Ehrlichgesagt nicht billig. Von ca. 140 Euro auf 90 Euro heruntergesetzt. Aber ich denke die Investition lohnt sich. Und verglichen mit Deutschland sind Echtlederstiefel für 90 € relativ billig. Überhaupt bin ich froh, dass ich überhaupt Schuhe in meiner Größe gefunden habe!! In den teuren Departmentstores (wir waren im Mitsukoshi) ist die Auswahl dann doch größer.



















Danach waren wir gemütlich essen. Es gab taiwanese style Shabu-shabu. Dabei wird in einem Topf Wasser aufgekocht und man schmeißt nach und nach alle möglichen Leckereien rein und isst sie dann aus dem Topf. Ich hatte einen Topf mit Kimchi (koreanisches eingelegtes Gemüse) und somit eine etwas schärfere Variante. Da man im Grunde einfach nur viel Gemüse und etwas Fleisch in einer Brühe kocht, ist das eine sehr gesunde und eher fettarme Mahlzeit. Und trotzdem schmeckt es einfach köstlich!! Diese reichliche Mahlzeit gibt es dann auch für günstige 5 ~ 6 €. In Tokyo würde dasselbe Gericht 20~ 40 € und mehr kosten! Taiwan ist echt super!! ;-)

Tagestrip nach Jiou Fen 九份

So, nach langer Pause, endlich wieder mal ein Beitrag aus dem etwas entfernterem Osten ;-)

Letzte Woche Samstag war ich mit einigen Schulkameraden in JiouFen (übersetzt: neun Einheiten). Das ist eine kleine Stadt nördlich von Taipei, etwa 1 ~ 1.5 Stunden mit dem Bus entfernt. Da die Stadt auf einem Berg gelegen ist, hat man eine fantastische Sicht auf das Meer. Doch leider war das Wetter an diesem Tag nicht ganz so hervorragend...so das die Sicht leider etwas getrübt war. Aber meiner Meinung nach kreierte der Nebel über den Bergen und dem Wasser auch eine tolle Atmosphäre!



































JiouFen ist aber nicht nur für seine Aussicht bekannt, sondern vor allem für seine tolle Einkaufsstraße. Man schlängelt sich durch enge Gässchen vollgestopft mit kleinen Souveniergeschäften, Essensständen, kleineren Attraktionen etc. pp. Dabei sind die Gassen noch im alten Stil erhalten, so dass man sich wie in einer anderen Welt fühlt. Zwar war der Ort an diesem Tag überfüllt mit Menschenmassen (wegen dem taiwanesischen Nationalfeiertag am Freitag, hatten alle Taiwanesen ein verlängertes WE), doch auch das trug der Atmosphäre bei.
























Nachdem wir uns einige Zeit durch die Gassen gequetscht hatten, machten wir eine kleine "Kaffeepause" und gönnten uns die örtliche Spezialität Yüyüan 芋圓. Das ist eine süße Suppe mit verschiedensten Bohnensorten und bunten Kartoffelbällchen, deren Konsistenz japanischem Reiskuchen ähnelt. Sehr lecker!! Für die Japaner: vom Geschmack her wie Oshiruko. In diesem Café hatten wir einen wunderbaren Ausblick auf das Meer. Wirklich entspannend!

















Dann ging es gleich weiter ins nächste Teehaus. Und das sah einfach fantastisch aus! Alte Holskonstruktur und überall rote Lampions. In Worten kann ich das alles gar nicht beschreiben. Also verweise ich einfach auf meine Fotos ;-). (Um alle Fotos anzugucken geht auf: http://picasaweb.google.com/inahelm83). Auf jeden Fall fühlte ich mich wie in die Filmwelt von "Chihiro's Reise im Wunderland" versetzt.

So saßen wir noch einige Stunden gemütlich im Teehaus und tranken einen Tee nach dem anderen und genossen den Ausblick aufs Meer bei Nacht. Dabei hat man neben dem Tisch einen kleinen Blumentopf mit heißer Kohle stehen, auf dem das Wasser für den Tee gekocht wird. Auf den Fotos seht ihr, dass in den kleinen Teetassen noch etwas höhere Teetassen stecken. Der erste Gang wird in diese hohen Tassen eingeschenkt. Dann stülpt man die kleineren Tassen auf die höheren und dreht das ganze mit einem geschickten Schwung um, so dass nun die höhere Tasse kopfüber in der kleineren Tasse steht und der Tee in der höheren Tasse bleibt. Nach einer Weile entfernt man die höhere Tasse, so dass der Tee sich in die kleine Tasse ergießt. So bleibt in der höheren Tasse nur der pure Duft des Tees. Also, schnell dran schnuppern und genießen! ;-D

Da einige von uns noch einen Tee für zu Hause einkaufen wollten, ging es dann zuletzt noch in ein anderes Teehaus. Ein wirklich wunder wunderschönes Haus!! In so einem Haus möchte ich mal wohnen ;-) Alles aus Holz und im Haus ein kleiner Wasserfall und Teich mit prächtigen Koifischen. Überall an den Wänden schöne Keramiktassen und Teekännchen. Eine Frau schenkte dann verschiedene Tees zur Verkostung ein, wo wir dann locker nochmal eine Stunde mit der Auswahl des perfekten Tees zubrachten.


Alles im allen habe ich seit langem nicht mehr so einen entspannten Tag erlebt! Da wird einem ersteinmal bewusst, wie sehr man jeden Tag durch den Tag hetzt, ohne es zu merken. Also mein Tip für euch, nehmt euch auch mal ein bisschen Zeit für eine gemütliche Tasse Tee und genießt einfach mal den Tag!

Donnerstag, 9. Oktober 2008

Breath....

Ich mach's kurz: Im Mid-Term habe ich 98 von 100 Punkten.

Zur Feier des Tages ist unsere Klasse geschlossen mit unserer Lehrerin essen gegangen. Ein italienisch angehauchtes schönes Restaurant. Meine erste Pizza hier in Taiwan - aber im koreanischen Stil mit Kimchi-Belag ;-) Sehr lecker!

Danach hat uns unser koreanische Mönch zu seinem Stamm-Teeladen geführt. Ein ganz kleiner Laden, von außen überhaupt nicht als Geschäft identifizierbar. Doch kaum betritt man den Raum, wird man von dem wunderbaren Duft verschiedener Teesorten und dam Lächeln der Besitzerin in Empfang genommen. So saßen wir zu 7. an einem kleinen Tisch und die Besitzerin schenkte uns ein Tee nach einem anderen ein. Zuerst einen süßlichen, dann immer stärkere Tees. Eine wunderbar entspannte Atmosphäre um sich gemütlich miteinander auszutauschen. Und was total verwunderlich war, ist, dass der Tee umsonst war! Man geht einfach rein, hat wunderbare zwei, drei Stunden und das alles kostenlos! Das Entgelt für die Besitzerin ist sozusagen, dass man sich mit ihr unterhält ;-) Eine wirklich wunderbare Sache!




Mittwoch, 8. Oktober 2008

Eine Prüfung jagt die nächste

Gestern hatte ich meine erste Chor Prüfung. Jedes Chormitglied muss jede Woche einzeln antanzen und ein bis zwei Stücke auswendig und a capella (d.h. ohne Instrumentalbegleitung) vorsingen. Falls man nicht gut genug ist, wird man aus dem Chor geschmissen, bzw. man darf nicht an den Konzerten teilnehmen. Für mich ist das gar nicht so einfach, denn ich habe weder Klavier noch einen Raum zum Üben. Also sitze ich meistens in einem Café und versuch mir im Geste das Stück einzuprägen - in der Hoffnung, dass alle Töne richtig sind.

Morgen habe ich außerdem meinen ersten Mid-Term Test. D.h. alles, was wir bis jetzt in unserem Chinesischkurs gelernt haben wird abgeprüft. Neben 180 Vokabeln und Grammatik aus 7 Lektionen müssen wir einen Aufsatz schreiben und eine mündliche Prüfung ablegen. Da ich Stipendiatin bin, darf ich nicht weniger als 85 Punkte / 100 haben, sonst krieg ich kein Geld mehr.... Drückt mir die Daumen!

Außerdem habe ich mich jetzt für den Chinese Language Proficiency Test angemeldet. Das ist in etwa die chinesische Version des TOEFL. Von insgesamt 4 Stufen werde ich am 1. November die zweit einfachste Stufe versuchen. Im meinem jetzigen Stadium ist der Test noch ein bisschen zu schwer. Aber ich bin mir sicher, dass ich in einem Monat wesentlich mehr kann als jetzt. Dafür werde ich sorgen. Diese und nächste Woche haben wir jeweils Freitag frei! Aber anstatt wie die meisten meiner Mitstudenten große Reisen zu unternehmen, werde ich so oft wie möglich brav in die Bibliothek gehen und lernen, lernen, lernen.... Doch so schlimm ist das gar nicht. Wenn ich Chinesisch lerne vergesse ich tatsächlich die Zeit. Es kommt nicht selten vor, dass ich auf die Uhr gucke und überrascht bin, dass ruck zuck 2 bis 3 Stunden vergangen sind. Also habe ich wohl hier etwas gefunden, was mir wirklich wirklich Spaß macht ;-D!

Montag, 6. Oktober 2008

Lizard-Hunt

Stehe ich heute morgen gemütlich um halb 7 auf, schalte den Computer an und starre verschlafen auf meinen PC-Monitor. Hmmm?! Was krabbelt da denn bitte schön auf meinen Klamotten herum?!

Eine kleine Babyeidechse!! Wie kommt die denn bitteschön in mein Zimmer?! Naja, besser als Kakerlaken.

Nach einer halbstündigen Hetzjagt durch mein Zimmer konnte ich es dann endlich in die freie Natur entlassen ;-) bye bye~*

Sonntag, 5. Oktober 2008

Recovering from hard times...





































Anfang dieser Woche ging es mit meinem Körper immer weiter bergab. Montag, Dienstag fühlte ich mich einfach nur schlapp. Mittwoch, Donnerstag kamen dann unglaubliche Bauchschmerzen dazu. So dass ich Donnerstag, Freitag nur mit starken schmerzstillenden Tabletten mich zur Schule (wortwörtlich) schleppen konnte. Im Unterricht und der Chorprobe selber habe ich versucht mir nichts anmerken zu lassen. Doch die Schmerzen ließen mich kalten Schweiß schwitzen. Seit Donnerstag habe ich dann auch keinen Bissen mehr zu mir genommen. Doch das habe ich erst am Samstag gemerkt. Ich hatte einfach keinen Hunger. Außerdem hatte ich durch Verstopfung meines Verdauungstraktes derartige Schmerzen und Würgreize, dass mir wirklich nicht zum Essen zu mute war. Es war so, als hätte mein Verdauungstrakt Montag beschlossen einfach nicht mehr zu arbeiten. Die Tabletten von der Apotheke waren zwar derart stark, dass sie furchtbares Sodbrennen und Magenkrämpfe verursachten, so dass ich von Donnerstag auf Freitag kein Auge zu machen konnte, aber geholfen haben sie überhaupt nicht...

Keine Ahnung, woher das alles kam. Urplötzlich war es da. Ich vermute, dass es einerseits der Wetterumschwung war -jaaaa es ist endlich Herbst und wir haben endlich angenehme 25 ~ 27 °C!! ;-)) - denn irgendwie ging es allen in meiner Klasse nicht so gut. Andererseits denke ich auch, dass es einen psychischen Grund hat. Die ganze Umstellung hat mich im Unterbewusstsein glaube ich doch mehr gestresst, als ich es tatsächlich wahrgenommen habe. Da hat mein Körper einfach die Notbremse gezogen.

Nun am Samstag hatte ich immer noch keinen Hunger. Aber ich dachte mir, es wird nicht besser, wenn ich gar nichts esse. Also hab ich mich zum Essen gezwungen. Außerdem hab ich seit langem mal wieder so richtig ausgeschlafen. Zusätzlich habe ich mir eine einstündige Ganzkörpermassage (ca. 15 €) gegönnt. Danach ging es mir schon wesentlich besser. Um das alles noch zu krönen, war ich auch noch beim Friseur. Naja, war auch ehrlich gesagt höchste Zeit...

Ich muss sagen ein Friseurbesuch hier ist wirklich toll! Zunächst werden einem etwa 10 Minuten die Haare gewaschen. Ich glaub, meine Kopfhaut war noch nie so rein ;-) Danach folgt eine etwa 20 minütige Kopfmassage, wobei man auf einem elektronischen Massagestuhl sitzt. Hm.... sehr entspannend! Der Haarschnitt selber dauert dann auch nur noch ca. 10 min. Die sind wirklich sehr flink und das Ergebnis sieht hervorragend aus!

Nachdem ich mich derart entspannt hatte, fing mein innerer Teil des Körpers auch wieder langsam an zu arbeiten. Endlich!

Und heute früh war ich mit meinem Englisch-Club beim Karaoke singen. 4 Stunden lang, ein Song nach dem anderen. Das ganze fand in einem 15 stöckigen Hochhaus statt, welches von außen aussieht wie ein Hotel. (Foto zeigt Lobby von dem Gebäude) Doch alle 15 Stockwerke sind vollgestopft mit kleinen Karaokekabinen - wahnsinn! Für umgerechnet nicht ganz 10 Euro für 4 Stunden kann man sich auch an einem üppigen Buffet und an kleinen Essensständen im Gebäude, die einem kleinere Mahlzeiten frisch zubereiten, all you can eat, bedienen. Wirklich toll! Auch den Rest des Tag es habe ich noch mit den Leuten aus meinem Club verbracht. Wirklich sehr erholsam!!

Und nun geht es mir auch wirklich wieder gut! Hallelujah~!! Die neue Woche kann beginnen!! Am Donnerstag ist Mid-Term-Test....